Häufige Fehler beim Design von Metallstanzteilen (und wie man sie vermeidet)
- ester1302
- vor 6 Tagen
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Einleitung
Mehr als 70% der Kostenüberschreitungen beim Metallstanzen haben ihren Ursprung in der Designphase. Ein zu enger Biegeradius, eine unnötig strenge Toleranz oder ein schlecht gewähltes Material können ein profitables Projekt in eine ständige Problemquelle verwandeln.
Bei TYRSA haben wir mit über 50 Jahren Erfahrung im Werkzeugbau und Metallstanzen gesehen, wie kleine Änderungen im ursprünglichen Design Tausende von Euro und Wochen an Verzögerungen einsparen können. Das Geheimnis? Die Anwendung von Design for Manufacturing (DFM)-Kriterien von der allerersten Skizze an.
Analysieren wir die 7 häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet.
1. Den Stanzprozess beim Design ignorieren
Das Problem: Beim Design nur an die endgültige Funktion denken, ohne zu berücksichtigen, wie das Teil hergestellt wird.
Konsequenzen:
Zu kleine Biegeradien, die zu Rissen führen
Geometrien, die unmöglich zu formen sind
Ungeplante zusätzliche Operationen
Wie man es vermeidet:
Die Grundregel anwenden: Minimalradius = Materialstärke
Das Design mit dem Hersteller überprüfen, bevor das Werkzeug gebaut wird
Immer fragen: „Wie kommt das aus dem Werkzeug?"
2. Ungeeignete Material- oder Dickenwahl
Das Problem: Material nur nach theoretischen Kriterien auswählen, ohne seine Umformbarkeit zu berücksichtigen.
Konsequenzen:
Höherer Umformaufwand und Werkzeugverschleiß
Probleme mit der Maßhaltigkeit
Unnötig hohe Kosten pro Teil
Wie man es vermeidet:
Auswahl unter Berücksichtigung von: Funktion + Prozess + Produktionsserie
Die Tiefzieheigenschaften des Materials konsultieren
Die Dicke nicht überdimensionieren, wenn nicht nötig
Schlüsseldaten: Der Ersatz von Baustahl durch Tiefziehstahl kann den Umformaufwand um 30% reduzieren.

3. Zu strenge Toleranzen
Das Problem: Toleranzen von ±0,05 mm für das gesamte Teil definieren, wenn nur eine oder zwei Maße kritisch sind.
Konsequenzen:
Erhöhung der Werkzeugkosten um bis zu 40%
Reduzierte Produktionsgeschwindigkeit
Höhere Ausschussrate
Wie man es vermeidet:
Funktionale Toleranzen anwenden: nur dort verschärfen, wo nötig
Kritische Zonen (Baugruppen) von freien Zonen unterscheiden
Standards wie ISO 2768 für allgemeine Toleranzen befolgen
Praktische Regel: Wenn ein Maß weder Montage noch Funktion beeinflusst, allgemeine Toleranz verwenden.
4. Das Auswerfen des Teils vergessen
Das Problem: Ein perfektes Design auf dem Papier, das am Werkzeug haftet oder sich beim Auswerfen verformt.
Konsequenzen:
Anhaften durch Vakuumeffekt
Elastische Verformung beim Auswerfen
Hohe Zykluszeiten
Wie man es vermeidet:
Leichte Schrägen (1-3°) vorsehen, um das Auswerfen zu erleichtern
Tiefe Hohlräume ohne Ausgang vermeiden
Über das am besten geeignete Auswurfsystem beraten
5. Zu komplexe Designs für eine einzige Operation
Das Problem: Zu viele Formen und Biegungen in einem einzigen Pressenhub konzentrieren.
Konsequenzen:
Übermäßig komplexe und teure Werkzeuge
Höheres Risiko von Ausfällen und Stillständen
Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Toleranzen
Wie man es vermeidet:
Den Prozess in progressive Operationen aufteilen
Geometrie vereinfachen, ohne die Funktion zu beeinträchtigen
Sekundäre Operationen außerhalb des Werkzeugs in Betracht ziehen
Werkstattrealität: Eine kleine Designänderung kann die Werkzeugkosten um 20-30% reduzieren.

6. Nicht an die Werkzeuglebensdauer denken
Das Problem: Zu dünne Kanten oder kritische Abschnitte entwerfen, die das Werkzeug belasten.
Konsequenzen:
Vorzeitiger Stempelverschleiß
Ständige Anpassungen zur Einhaltung der Toleranzen
Produktionsstillstände für Reparaturen
Wie man es vermeidet:
Mit angemessenen Spielräumen für Stempel konstruieren
Scharfe Ecken vermeiden, die Spannungen konzentrieren
In Hunderttausenden von Hüben denken, nicht nur am ersten Teil
7. Mangelnde Zusammenarbeit zwischen Design und Fertigung
Das Wichtigste von allen. Die meisten Fehler resultieren aus mangelnder Kommunikation zwischen Designer und Hersteller.
Wenn der Hersteller von Anfang an teilnimmt:
Probleme werden erkannt, bevor das Werkzeug hergestellt wird
Alternativen, die Kosten reduzieren, werden vorgeschlagen
Spätere Änderungen werden minimiert
Bei TYRSA arbeiten wir von der Anfangsphase an mit unseren Kunden und wenden unsere Erfahrung an, um sicherzustellen, dass das Design herstellbar, effizient und wettbewerbsfähig ist.
Schlüsseldaten: Projekte mit vorheriger DFM-Überprüfung verkürzen die Zeit bis zur Produktion um 40%.

Fazit: So vermeiden Sie die gängigsten Fehler bei der Konstruktion von Metallstanzteilen.
Gutes Metallstanz-Design geht über die endgültige Form hinaus. Die Berücksichtigung von Prozess, Material, funktionalen Toleranzen und Werkzeuglebensdauer ist entscheidend für effiziente und wettbewerbsfähige Teile.
Bei TYRSA wissen wir, dass die beste Investition die Überprüfung des Designs vor dem Produktionsstart ist.
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Unser technisches Team kann Ihr Design überprüfen und Verbesserungen vorschlagen, die Kosten, Qualität und Zeit optimieren.
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